Sales Package – Creakom 2026 Release Wave 1: Mehr Automatisierung im Vertrieb und vollständige E-Rechnungsunterstützung
- Herbert Steindl
- Lesedauer: 5 Minuten
Wie viel Zeit verliert Ihr Vertrieb mit der Pflege von Statuswerten, obwohl die Informationen bereits im System vorhanden sind? Und wie flexibel lässt sich Ihre E-Rechnungslogik abbilden, wenn neben Standardrechnungen auch Anzahlungs-, Teil- oder Schlussrechnungen benötigt werden?
Genau hier setzt die neue Release Wave des Creakom Business Solutions Sales Package an. Der Vertriebsprozess von Lead bis Rechnung ist im Sales Package bereits seit mehreren Releases vollständig abgebildet. Die aktuelle Release Wave erweitert diesen Prozess nun gezielt um zusätzliche Automatisierung und eine vollständige Unterstützung aller E-Rechnungs-Document-Types.
Damit greift das Sales Package zwei Themen auf, die direkt aus der Community gekommen sind. Erstens soll der Vertrieb weniger Statuspflege rund um Verkaufschance, Angebot und Forecast leisten müssen. Zweitens sollen bei E-Rechnungen nicht nur die gängigsten Document Types abgebildet sein, sondern alle relevanten Rechnungstypen im System zur Verfügung stehen.
In diesem Beitrag zeige ich Ihnen, was sich dadurch im Alltag verändert und warum diese Erweiterungen mehr sind als reine Detailverbesserungen.
1. Der Vertriebsprozess ist vorhanden – jetzt arbeitet er stärker mit
Lead, Verkaufschance, Angebot, Auftrag und Rechnung bilden im Sales Package bereits einen durchgängigen Prozess. Das ist die Grundlage. Der neue Mehrwert liegt aber nicht darin, dass es diese Prozessstrecke überhaupt gibt, sondern darin, dass das System mehr Informationen selbst erkennt und weiterverarbeitet.
In vielen Vertriebsteams entsteht Reibung genau an diesen Übergängen. Eine Verkaufschance ist vorhanden, ein Angebot wurde erstellt, vielleicht wurde es bereits an den Kunden versendet und der Status hat sich geändert. Trotzdem muss der Vertriebsmitarbeiter den Fortschritt an anderer Stelle noch einmal manuell nachziehen.
Das ist fachlich nicht schwierig, aber es kostet Zeit und führt zu uneinheitlichen Daten. Manche Statuswerte werden sofort gepflegt, andere erst später, manche gar nicht. Für einzelne Datensätze wirkt das harmlos. Für Forecast, Pipeline-Sicht und Management-Reporting wird daraus schnell ein Qualitätsproblem.
Der Ansatz der neuen Automatisierung ist deshalb klar: Wenn das System den Fortschritt aus vorhandenen Daten ableiten kann, soll Ihr Team ihn nicht noch einmal manuell bestätigen müssen.
2. Automatische Forecast-Aktualisierung auf Basis des Angebotsstatus
Das wichtigste Release-Wave-Thema im Vertriebsprozess betrifft die Verbindung zwischen Verkaufschance, Angebot und Forecast.
Das Sales Package kann nun automatisch erkennen, ob es zu einer Verkaufschance bereits ein Angebot gibt, ob dieses Angebot an den Kunden versendet wurde und welchen Status das Angebot aktuell hat. Diese Statusinformationen werden anschließend automatisch im Forecast berücksichtigt.
Für den Vertrieb ist das ein spürbarer Unterschied. Der Forecast hängt damit weniger davon ab, ob jemand einen Status manuell nachträgt. Stattdessen nutzt das System Informationen, die im Angebotsprozess ohnehin entstehen.
So funktioniert es im Alltag:
- Zu einer Verkaufschance wird ein Angebot erstellt.
- Das Angebot wird im weiteren Prozess an den Kunden versendet.
- Der Angebotsstatus verändert sich.
- Das Sales Package erkennt diese Statusänderungen und aktualisiert den Forecast automatisch.
Der Effekt: weniger manuelle Status-Aktualisierungen, weniger Nachpflege und eine bessere Forecast-Qualität. Ihr Vertrieb arbeitet weiter im gewohnten Prozess, aber die Datenbasis für Pipeline und Forecast wird verlässlicher.
Gerade für Vertriebsleitung und Management ist das wichtig. Der Forecast ist nur so gut wie die Aktualität der Informationen dahinter. Wenn Angebotsstatus und Forecast enger zusammengeführt werden, entsteht ein realistischeres Bild darüber, welche Verkaufschancen bereits konkretisiert sind und wo noch Bewegung fehlt.
3. Weniger manuelle Arbeit bei gleichzeitig besserer Datenqualität
Automatisierung im Vertriebsprozess ist kein Selbstzweck. Sie soll dort entlasten, wo Menschen Informationen doppelt pflegen müssten.
Im Sales Package betrifft das vor allem Status- und Fortschrittsinformationen, die sich aus dem tatsächlichen Prozess ableiten lassen. Wenn ein Angebot vorhanden ist, versendet wurde oder seinen Status ändert, ist das eine relevante Information für die Verkaufschance und den Forecast. Der Vertriebsmitarbeiter muss diese Logik nicht im Kopf behalten und an mehreren Stellen nachziehen.
Das reduziert nicht nur Klicks. Es verbessert auch die Vergleichbarkeit der Daten. Wenn Statuswerte systematisch aus dem Angebotsprozess übernommen werden, entstehen weniger persönliche Pflegevarianten. Der Forecast wird damit weniger abhängig von einzelnen Arbeitsgewohnheiten.
Für Ihr Team bedeutet das: weniger Administrationsarbeit im CRM. Für Führungskräfte bedeutet es: bessere Datenqualität, weil der Forecast stärker auf tatsächlichen Prozessereignissen basiert.
4. Unterstützung aller E-Rechnungs-Document-Types
Das zweite große Thema der Release Wave betrifft die E-Rechnung.
Bisher lag der Fokus im Sales Package auf den gängigsten Document Types. Für viele Standardfälle war das ausreichend. In der Praxis gibt es aber mehr Varianten: normale Rechnungen, Anzahlungsrechnungen, Schlussrechnungen, Teilrechnungen, Storno-Rechnungen, Gutschriften und weitere Rechnungstypen.
Mit der neuen Erweiterung sind nun alle Document Types im System abgebildet. Damit stehen die verschiedenen E-Rechnungsarten direkt in Dynamics zur Verfügung und können im passenden fachlichen Kontext verwendet werden.
Das ist besonders relevant für Unternehmen, deren Abrechnung über einfache Standardrechnungen hinausgeht. Sobald Anzahlungen, Teilleistungen, Schlussrechnungen oder Korrekturprozesse ins Spiel kommen, wird eine saubere Typisierung wichtig. Der Rechnungstyp ist dann nicht nur eine formale Information, sondern steuert, wie ein Beleg fachlich einzuordnen ist.
Der Effekt: Die E-Rechnungslogik im Sales Package wird vollständiger und praxisnäher. Ihr Team muss nicht mehr prüfen, ob ein bestimmter Rechnungstyp außerhalb des Standards behandelt werden muss, sondern kann die verfügbaren Document Types direkt im System nutzen.
5. Von der Verkaufschance bis zur Rechnung bleibt der Prozess durchgängiger
Die beiden Neuerungen greifen an unterschiedlichen Stellen ein, verfolgen aber dasselbe Ziel: Der Prozess soll weniger manuelle Nacharbeit erzeugen und fachlich vollständiger abgebildet sein.
Auf der Vertriebsseite wird der Forecast stärker aus dem tatsächlichen Angebotsprozess gespeist. Auf der Rechnungsseite werden alle relevanten E-Rechnungs-Document-Types verfügbar gemacht. Damit wird der Lead-to-Invoice-Gedanke nicht nur weitergeführt, sondern an zwei entscheidenden Punkten verbessert: beim Blick nach vorne in den Forecast und beim kaufmännischen Abschluss über die Rechnung.
Für die tägliche Arbeit heißt das:
- Verkaufschancen und Angebote liefern bessere Informationen für den Forecast.
- Der Vertrieb muss weniger Statuswerte manuell aktualisieren.
- Die Abrechnung kann auf eine vollständigere E-Rechnungs-Typisierung zurückgreifen.
- Management und Backoffice erhalten eine sauberere Grundlage für Auswertung und Weiterverarbeitung.
Gerade diese Kombination macht die Erweiterung interessant. Es geht nicht nur um ein einzelnes Feld oder eine einzelne technische Anpassung. Es geht darum, dass der Prozess an den Stellen zuverlässiger wird, an denen sonst oft manuelle Abstimmung notwendig ist.
Fazit: Weniger Statuspflege, vollständigere E-Rechnung
Die Release Wave erweitert das Creakom Business Solutions Sales Package an zwei sehr praktischen Stellen.
Im Vertrieb erkennt das System mehr aus dem Angebotsprozess und aktualisiert relevante Forecast-Informationen automatisch. Dadurch sinkt die manuelle Statuspflege, während Datenqualität und Forecast-Qualität steigen.
In der Abrechnung stehen nun alle E-Rechnungs-Document-Types zur Verfügung. Damit lassen sich nicht nur Standardrechnungen, sondern auch Anzahlungsrechnungen, Schlussrechnungen, Teilrechnungen, Storno-Rechnungen, Gutschriften und weitere Rechnungstypen direkt in Dynamics abbilden.
Aus einem bereits durchgängigen Lead-to-Invoice-Prozess wird damit ein Prozess, der an den entscheidenden Stellen vollständiger und automatisierter arbeitet.
Wenn Sie Dynamics 365 Sales bereits nutzen und Ihren Vertriebsprozess mit weniger manueller Statuspflege, präziseren Forecasts und einer vollständigen E-Rechnungsunterstützung weiterentwickeln möchten, bietet das Creakom Business Solutions Sales Package die passende Grundlage. Gerne zeigen wir Ihnen, welche Erweiterungen in Ihrer Vertriebsorganisation den größten Mehrwert schaffen und wie sich diese in bestehende Prozesse integrieren lassen.
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